Sei wohl gegrüßet, guter Hirt,
und ihr, o heilgen Hände
voll Rosen, die
man preisen wird
bis an des Himmels Ende.
Die Rosen, die
ich mein allhie,
sind deine Mal und Plagen,
die dir am End
in deine Hand
am Kreuze sind geschlagen.
Du zahlst mit beiden Händen dar
die edlen roten Gulden
und bringst die ganze Menschenschar
dadurch aus allen Schulden.
Ach laß von mir,
o Liebster, dir
dies’ Hände herzlich drücken
und mit dem Blut,
das mirzugut
vergossen, mich erquicken.
Wie freundlich tust du dich doch zu
und greifst mit beiden Armen
nach aller Welt, in lieb und Ruh
uns ewig zu erwarmen.
Ach Herr, sieh hier,
mit was Begier
ich Armer zu dir trete!
Sei mir bereit
und gib mir Freud
und Trost, darum ich bete.
Zeuch allen meinen Geist und Sinn
nach dir und deiner Höhe!
Gib, daß mein Herz nur immerhin
nach deinem Kreuze stehe,
ja daß ich mich
selbst williglich
mit dir ans Kreuze binde!
Und mehr und mehr
tot und zerstör
in mir des Fleisches Sünde.
Ich herz und küsse wiederum
aus rechtem treuen Herzen,
Herr, deine Hand und sage Ruhm
und Dank für ihren Schmerzen;
darneben geb
ich, weil ich leb,
in diese deine Hände
Herz, Seel und Leib,
und also bleib
ich dein bis an mein Ende.